Google-Fonts-Check
Google-Fonts-Check über Startseite und Unterseiten
Der Check misst im echten Browser, ob Ihre Website Schriften von fonts.googleapis.com oder fonts.gstatic.com lädt, egal ob aus Theme, Plugin oder @import.
Ohne Anmeldung, Ergebnis kostenlos · Vollbericht 29 € (inkl. MwSt.), kein Abo · Diese Seite setzt keine Cookies
Zwei Urteile, ein Gericht
Das Landgericht München I hat 2022 einem Website-Besucher 100 € Schadensersatz zugesprochen. Die Website hatte beim Aufruf über eingebundene Google Fonts seine IP-Adresse ohne Einwilligung an Google übertragen. Ein berechtigtes Interesse hat das Gericht verneint, weil sich die Schriften auch ohne Verbindung zu Google-Servern nutzen lassen (Az. 3 O 17493/20).
Massenhaft per Software verschickte Google-Fonts-„Abmahnungen“ hat dasselbe Gericht 2023 als rechtsmissbräuchlich bewertet. Wer Websites gezielt automatisiert aufruft, um Ansprüche zu erzeugen, kann sich nicht auf eine Verletzung berufen; ein Schaden fehlte ebenfalls (Az. 4 O 13063/22).
Beides sind Einzelentscheidungen eines Landgerichts. Die Begründung von 2022 stützte sich auch auf die Übermittlung in die USA; dafür gibt es seit dem 10.07.2023 einen Angemessenheitsbeschluss der EU-Kommission.
Was der Check misst
Der Check zeichnet jede Anfrage beim Laden der Seite auf. Lädt Ihre Website Schriften von fonts.googleapis.com oder fonts.gstatic.com, steht das im Ergebnis, mit der vollständigen Adresse der Anfrage als Beleg.
Dabei ist gleich, wie die Schrift eingebunden ist: direkt im Seitenkopf, über ein Plugin, über eine @import-Anweisung in einer CSS-Datei oder über ein nachladendes Skript. Der Browser stellt die Anfrage, also sieht der Check sie.
Werkzeuge, die nur die eingegebene Seite prüfen, übersehen Schriften, die erst auf Unterseiten geladen werden. Die kostenlose Prüfung misst die Startseite; die Tiefenprüfung im Vollbericht zusätzlich bis zu 25 Unterseiten.
So wird es technisch behoben
Schriftdateien im Format WOFF2 herunterladen, auf dem eigenen Server ablegen und per @font-face einbinden. Danach die Einbindung von fonts.googleapis.com entfernen, im Theme, im Page-Builder und in Plugins.
Anschließend erneut messen: Taucht keine Anfrage an Google-Server mehr auf, wirkt die Änderung. Dafür ist der Nachcheck im Vollbericht da, inklusive einmal innerhalb von 30 Tagen.
Ob in Ihrem Fall eine Pflicht besteht oder eine Ausnahme greift, hängt von Umständen ab, die wir nicht prüfen. Für eine verbindliche Einschätzung wenden Sie sich an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
Häufige Fragen
Darf ich Google Fonts noch nutzen?
Der Check bewertet das nicht. Er stellt fest, ob beim Seitenaufruf eine Verbindung zu Google-Servern entsteht. Lokal eingebundene Schriften lösen keine solche Verbindung aus.
Ob in Ihrem Fall eine Rechtsgrundlage besteht, prüfen wir nicht. Für eine verbindliche Einschätzung wenden Sie sich an eine Rechtsanwältin oder einen Rechtsanwalt.
Ich habe ein Schreiben wegen Google Fonts bekommen. Hilft der Check?
Er zeigt den technischen Stand Ihrer Website zum Zeitpunkt der Prüfung, mit Datum und Beleg. Ob das Schreiben berechtigt ist, beurteilt er nicht; das klären Sie mit einer Rechtsanwältin oder einem Rechtsanwalt.
Prüft der Check auch andere Schriftdienste?
Ja, indirekt: Jede Verbindung zu einem fremden Server erscheint im Ergebnis, auch zu anderen Schriftdiensten. Bekannte Dienste benennen wir mit Namen, unbekannte Server mit ihrer Adresse.
Was kostet der Google-Fonts-Check?
Das Ergebnis ist kostenlos und umfasst alle sechs Prüfbereiche. Der Vollbericht mit Tiefenprüfung von bis zu 25 Unterseiten kostet 29 € (inkl. MwSt.), einmalig, inklusive 1 Nachcheck innerhalb von 30 Tagen.
Quellen
- LG München I, Urteil vom 20.01.2022, 3 O 17493/20 · Stand 12.10.2026
- LG München I, Urteil vom 30.03.2023, 4 O 13063/22 · Stand 12.10.2026
- Durchführungsbeschluss (EU) 2023/1795 (EU-US Data Privacy Framework) · Stand 12.10.2026
Lädt Ihre Website Google Fonts?
Adresse eingeben. Das Ergebnis zeigt jede Anfrage an Google-Server mit Beleg, und alles andere, was vor der Einwilligung lädt.